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LEINEN

Die Leinenfaser wird aus der Flachspflanze gewonnen und wird seit ca. 4000 Jahren genutzt. Von der griechischen und römischen Antike bis ins europäische Mittelalter war Leinen neben Wolle das verbreitetste Material für Kleidung. Leinen wurde im Mittelalter in Schwaben, Schlesien und im Elsass hergestellt.

Das Gewinnen und Verarbeiten der Faser war eine aufwendige Arbeit. Zum Teil musste der Flachsstengel erstmal verrotten, was im richtigen Moment unterbrochen werden musste, dann wurde er getrocknet. Das Flachsstroh wurde gebrochen, so dass sich die holzigen Teile von den Fasern lösten und durch Ausgekämmen enfernt werden konnten. Danach konnte die Faser versponnen und weiterverarbeitet werden.

Der natürliche Farbton von Leinen ist graubraun, jedoch wird er je nach Bleichung hellbeige bis strahlend weiß. Auch durch den Gebrauch wird Leinen immer heller.

Leinen hat einige praktische Eigenschaften:
Es ist sehr strapazierfähig und nimmt durch die glatte Oberfläche kaum Schmutz an. Es nimmt Feuchtigkeit gut auf, was es bei Hitze angenehm zu tragen macht. Außerdem wird es durch Tragen und Waschen zunehmend weicher, so dass auch das Knittern nachlässt.

WOLLE

Eine der wohl ältesten Textilfasern ist Schafswolle und Wollfilz ist der älteste Stoff überhaupt. Die uralte Technik, Schafswolle zu spinnen und zu Stoffen zu verweben war schon 6000 v. Chr. in Anatolien bekannt. Im Mittelalter wurde in Europa hauptsächlich Wolle von Schafen, aber auch von Ziegen verwendet. Und bereits im 13. Jahrhundert gab es in ganz Europa wollverarbeitende Werkstätten.

Die positiven Eigenschaften von Wolle sind:
Sie neutralisiert den Schweiß, so dass es nicht unangenehm zu riechen beginnt.
Sie kann bis zu 30 % ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen.
Sie reguliert den Wärmehaushalt des Körpers und schützt vor Kälte, Hitze und die Haut vor dem Austrocknen.
Wolle ist außerdem dehnfähig und knitterarm.
Durch ihr Eigenfett ist Wolle Schmutz und Wasser abweisend und trockener Schmutz lässt sich auch noch gut ausbürsten.

HANF

Die Hanffaser wird aus dem Stengel der bis zu 4m hohen Cannabis-Pflanze gewonnen und wurde wahrscheinlich schon 3000 Jahre v. Chr. in China angebaut. Nach vorliegenden Daten wurde in Europa seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. Hanfanbau betrieben.

Die Reißfestigkeit der Hanffaser ist anderen Pflanzenfasern überlegen.
Sie ist kochfest, knittert wenig und wird durch den Gebrauch zunehmend weicher.
Zur Zeit der Kreuzzüge, trug man Gewänder aus Hanf unter den Rüstungen, da diese besonders strapazierfähig waren.

SEIDE

Über Generationen hinweg waren die Geheimnisse der Seidenherstellung in Mythen und Sagen gehüllt und nur den Chinesen bekannt. Aber bereits 3000 v. Chr. wurden in China die Maulbeerspinner, eine Raupe, für die Seidenherstellung gezüchtet.
Erst um 100 v. Chr. entstand die Seidenstraße, die bis nach Rom führte und die chinesische Seide nach Europa brachte. Aber auch die Griechen und Römer konnten Seide herstellen. Die Griechen verwendeten ebenfalls das Sekret einer Raupe, jedoch wurde diese Seide nicht so fein wie die chinesische. Die Römer nahmen ihre Seide von der spinnenden Steckmuschel, jedoch gab diese so wenig her, dass es nur für Verzierungen reichte.

Der Sage nach schnuggelten zwei Mönche im 6. Jahrhundert n. Chr. einige Seidenraupen nach Byzanz und brachten so die Seidenraupenzucht in den Westen.

Die gierigen Seidenraupen werden so lange gehegt bis sie ca. 7,5 bis 10 cm lang sind und sich in ihrem Kokon einspinnen. Der Kokon wird in der Sonne getrocknet, um die Puppe im Innern zu töten. In kochendes Wasser werden die Konkon geworfen, um das Gummi aufzuweichen, das die Fäden zusammenhält. Mehrere Fäden werden auf eine Spule gehaspelt.

Seide wird als Rohmaterial von edlen Stoffen hochgeschätzt, da sie einen weichen Griff hat und meistens glänzt. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie sich leicht färben lässt.

BAUMWOLLE

Bei Baumwolle handelt es sich um die haarigen Fasern, die die Samenkapseln
einer subtropischen Pflanze umgeben.

Bereits 5800 Jahre v. Chr. wurde Baumwolle in Mittelamerika verarbeitet.
In China und Indien wurde sie 3000 Jahre v. Chr. bekannt.
Nach Europa kamen Baumwollerzeugnisse erst 800 n. Chr.. Arabische Kaufleute brachten
sie mit. Im 14. Jahrhundert wurde eine größere Menge Baumwolle im süddeutschen Raum verarbeitet.

Wenn sich die Samenkapseln der Baumwolle öffnen, werden sie gepflückt und entkörnt.
Zum Entkörnen werden die Samenkapseln unter einer Eisen- oder Holzstange hin und her gerollt
oder durch eine Spezialmangel, die Egreniermaschine, gepresst.
Dann werden die Fasern entwirrt und aufgeplustert, indem man sie mit Stöcken schlägt oder  die Sehne eines Bogens gegen sie schnappen lässt.
Schließlich wird die Baumwolle zu einer Docke zusammengenommen und mit Spindeln oder Spinnrad zu Garn oder Zwirn versponnen.